Brunnen in Karlsruhe

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Brunnen-Galerie

Brunnen in Karlsruhe – historische Brunnen, Wasserspiele und Wasserstellen

Karlsruheerleben | Fotogalerie und Stadt-Dokumentation

Diese Seite dokumentiert Brunnen in Karlsruhe – von historischen Brunnenanlagen in der Innenstadt bis zu Wasserspielen, Fontänen, Platzbrunnen und Wasserstellen in den Stadtteilen. Die Galerie ist Teil von Karlsruheerleben, einer privaten fotografischen Langzeit-Dokumentation von Karlsruhe.

Aktuell sichtbar sind die Brunnen, zu denen bereits eigene Fotos vorliegen. Weitere Brunnen sind im HTML vorbereitet, bleiben aber bis zur fotografischen Ergänzung auskommentiert. So zeigt die veröffentlichte Seite keine leeren oder falschen Bildstellen.

Der Bestand wächst Schritt für Schritt weiter. Ziel ist eine möglichst breite fotografische Übersicht über Karlsruher Brunnen, Wasserspiele und Wasserorte – von bekannten Motiven wie Stephanienbrunnen, Krautkopfbrunnen und Indianerbrunnen bis zu weniger beachteten Anlagen.

Fotogalerie Karlsruher Brunnen

Sichtbar sind derzeit die Brunnen, für die bereits eigene Fotos vorhanden sind. Weitere Einträge bleiben im Quelltext vorbereitet und werden erst aktiviert, wenn die passenden Bilder ergänzt wurden.
Stephanienbrunnen auf dem Stephanplatz in Karlsruhe
Stephanienbrunnen
Stephanienbrunnen auf dem Stephanplatz in Karlsruhe

Stephanienbrunnen

Standort: Stephansplatz, Stadtmitte

Entstehung: 1903 - 1905, Einweihung 1905

Architekt: Hermann Billing

Bildhauer: Hermann Binz

Bedeutung/Geschichte:

Der Stephanienbrunnen zählt zu den bedeutendsten Jugendstilbrunnen Karlsruhes. Er entstand zwischen 1903 und 1905 nach einem Entwurf des Architekten Hermann Billing. Die bildhauerischen Arbeiten führte Hermann Binz aus, darunter die zentrale Bronzefigur einer Quellnymphe. Schon während der Entstehung sorgte der Brunnen für Diskussionen. Besonders die Darstellung der nackten Frauenfigur an einem prominenten Platz der Stadt wurde kritisch gesehen. Auch die später hinzugefügten Männergesichter an der Rotunde erregten Aufmerksamkeit, da sie karikierende Züge stadtbekannter Persönlichkeiten tragen. Heute gehört der Stephanienbrunnen zu den markantesten Kunstwerken des Karlsruher Jugendstils. Mit seiner offenen Rotunde, den Wasserspeiern und der Bronzefigur prägt er den Stephanplatz bis heute und zählt zu den besonders charaktervollen Brunnenanlagen der Innenstadt.

Krautkopfbrunnen auf dem Gutenbergplatz in Karlsruhe
Krautkopfbrunnen
Krautkopfbrunnen auf dem Gutenbergplatz in Karlsruhe

Krautkopfbrunnen

Standort: Gutenbergplatz, Weststadt (vor der Gutenbergschule)

Entstehung: Entwurf 1905, Fertigstellung 1908

Architekt: Friedrich Ratzel

Bildhauer: Eugen Mezger

Fertigstellung: H.Balmer

Bedeutung/Geschichte:

Der Krautkopfbrunnen ist das Wahrzeichen des Gutenbergplatzes und einer der bekanntesten Brunnen der Karlsruher Weststadt. Er wurde 1905 von Friedrich Ratzel entworfen und 1908 fertiggestellt. Die bildhauerische Ausführung übernahm Eugen Mezger; nach dem Tod Ratzels wurde die Anlage von H. Balmer vollendet. Der Brunnen entstand im Zusammenhang mit dem Wochenmarkt auf dem Gutenbergplatz. Seine Gestaltung nimmt deutlich Bezug auf das Marktleben. Der namensgebende Krautkopf, Putten, Fruchtgirlanden und weitere Lebensmittelmotive erinnern an den Handel mit Gemüse, Obst und anderen Waren. Im Zweiten Weltkrieg gingen Teile der Brunnenanlage verloren. In den 1960er Jahren wurden fehlende Bestandteile rekonstruiert und der Brunnen wiederhergestellt. Bis heute prägt der Krautkopfbrunnen den Gutenbergplatz und gehört zu den beliebtesten historischen Brunnen Karlsruhes.

Indianerbrunnen auf dem Werderplatz in der Karlsruher Südstadt
Indianerbrunnen
Indianerbrunnen auf dem Werderplatz in der Karlsruher Südstadt

Indianerbrunnen

Standort: Werderplatz, Südstadt

Entstehung: 1924 – 1927 (Einweihung am 11. Oktober 1927)

Architekt: Friedrich Beichel

Bildhauer: August Meyerhuber

Bedeutung/Geschichte:

Der Indianerbrunnen ist das Wahrzeichen der Karlsruher Südstadt. Er entstand im Zuge der Neugestaltung des Werderplatzes und verdeckt gleichzeitig die darunter liegende öffentliche Bedürfnisanstalt, die aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht vollständig unterirdisch angelegt werden konnte. Stadtbaudirektor Friedrich Beichel verband diese praktische Aufgabe mit der Idee eines repräsentativen Marktbrunnens. Seinen Namen verdankt der Brunnen dem markanten Doppelkopf an der Spitze der Brunnensäule. Die nach Süden gerichtete Seite zeigt das Gesicht eines Sioux-Indianers, für das ein Angehöriger des damals in Karlsruhe gastierenden Zirkus Krone Modell gestanden haben soll. Die rückwärtige Seite trägt dagegen die Gesichtszüge des Stadtbaudirektors Friedrich Beichel, der sich damit selbst ein augenzwinkerndes Denkmal setzte. Der erste Entwurf sorgte zunächst für kontroverse Diskussionen. Nach einigen Änderungen wurde der Brunnen schließlich 1927 eingeweiht und entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zum bekanntesten Wahrzeichen der Südstadt. Die Bezeichnung „Südstadtindianer“, einst spöttisch gemeint, wird heute von vielen Bewohnerinnen und Bewohnern mit Stolz getragen und ist zu einem festen Bestandteil der Identität des Stadtteils geworden. Bis heute ist der Indianerbrunnen Treffpunkt, Wahrzeichen und Mittelpunkt des Werderplatzes. Kaum ein anderer Brunnen Karlsruhes ist so eng mit seinem Stadtteil verbunden und genießt dort eine vergleichbare Bekanntheit.

Wasserspiel-Brunnen
Wasserspiel-Brunnen am Lidellplatz
Wasserspiel-Brunnen

Wasserspiel-Brunnen

Standort: Lidellplatz, Innenstadt-Ost

Entstehung: 1980

Architekt:

Bildhauer: Gerhard Karl Huber

Stifter:

Bedeutung/Geschichte:

Der Wasserspiel-Brunnen auf dem Lidellplatz wurde 1980 von Gerhard Karl Huber geschaffen. Die begehbare Anlage verbindet Brunnenplastik, Platzgestaltung und Spielraum zu einem modernen Wasserelement im dicht bebauten Innenstadtbereich.

Im Zentrum befindet sich eine mehrteilige, auf eine Fontäne bezogene Bronzearbeit. Am unteren Ende der einzelnen Formen sind kleine Figuren angebracht, die Menschen in alltäglichen Situationen zeigen. Dadurch erhält die Anlage trotz ihrer modernen Form eine erzählerische und menschliche Dimension.

An warmen Tagen wird der Brunnen besonders von Kindern genutzt. Er steht damit nicht nur als Kunstwerk auf dem Platz, sondern erfüllt auch eine soziale Funktion: Er belebt den Lidellplatz, schafft Aufenthaltsqualität und ergänzt den historischen Lidellbrunnen um eine zeitgenössische Wasseranlage.

Fontänenbrunnen auf dem Haydnplatz in Karlsruhe
Fontänenbrunnen auf dem Haydnplatz
Fontänenbrunnen auf dem Haydnplatz in Karlsruhe

Fontänenbrunnen auf dem Haydnplatz

Standort: Haydnplatz, Weststadt

Entstehung: 1911 – 1916

Architekt: Heinrich Sexauer

Bildhauer:

Skulpturen seit 1973: Orpheus und Eurydike – Emil Sutor

Bedeutung/Geschichte:

Der Fontänenbrunnen bildet den Mittelpunkt des Haydnplatzes und ist Teil der von Heinrich Sexauer geplanten Platzanlage. Nach einer mehrjährigen Planungs- und Bauzeit wurde die Brunnenanlage im Oktober 1916 eingeweiht. Die heute charakteristischen Fontänen sowie die beiden monumentalen Figuren gehörten jedoch ursprünglich nicht zum Entwurf. Für die seitlichen Sockel waren zunächst zwei Rossebändiger des Münchner Bildhauers Bernhard Bleeker vorgesehen. Aufgrund des Ersten Weltkriegs konnten diese Figuren jedoch nie ausgeführt werden, sodass die Sockel jahrzehntelang leer blieben. Erst 1973 erhielten sie ihre heutige Gestaltung. Der Karlsruher Bildhauer Emil Sutor schuf die beiden liegenden Figuren Orpheus und Eurydike, die sich harmonisch in die großzügige Brunnenanlage einfügen und dem Platz sein heutiges Erscheinungsbild verleihen. Mit seinen Wasserflächen, den breiten Natursteinstufen und den beiden Skulpturen zählt der Fontänenbrunnen heute zu den eindrucksvollsten Platzanlagen der Karlsruher Weststadt und bildet den gestalterischen Mittelpunkt des denkmalgeschützten Haydnplatzes.

Fontänenbecken am Friedrichsplatz in Karlsruhe
Fontänenbecken am Friedrichsplatz
Fontänenbecken am Friedrichsplatz in Karlsruhe

Fontänenbecken am Friedrichsplatz

Standort: Friedrichsplatz, Stadtmitte

Entstehung: 1877

Architekt: Josef Durm

Bildhauer:

Stifter:

Bedeutung/Geschichte:

Das Fontänenbecken bildet den gestalterischen Mittelpunkt des Friedrichsplatzes und gehört zu den eindrucksvollsten Wasseranlagen Karlsruhes. Es entstand im Zusammenhang mit der Gestaltung des Platzes nach den Plänen des Architekten Josef Durm und ist Teil des harmonischen Ensembles aus Gartenanlage, Ständehaus und den umliegenden repräsentativen Gebäuden.

Im Gegensatz zu den figurenreichen Brunnen der Innenstadt lebt das Fontänenbecken von der Wirkung des Wassers selbst. Mehrere Fontänen steigen aus dem großzügigen Wasserbecken empor und verleihen dem Platz eine besondere Lebendigkeit. Vor allem in den Sommermonaten zählt das Wasserspiel zu den beliebtesten Treffpunkten der Karlsruher Innenstadt.

Gemeinsam mit den Blumenrabatten, den alten Bäumen und den Sichtachsen zum Ständehaus bildet das Fontänenbecken eine der schönsten historischen Platzanlagen Karlsruhes. Es verbindet Architektur, Gartenkunst und Wasser zu einem Gesamtbild, das den Friedrichsplatz bis heute entscheidend prägt.

Bettel-Brunnen
Bettel-Brunnen
Bettel-Brunnen

Bettel-Brunnen

Standort: Neureuter Platz, Neureut

Entstehung: 1991

Architekt:

Bildhauer: Rainer Scheithauer

Stifter:

Bedeutung/Geschichte:

Der Bettel-Brunnen wurde 1991 von Rainer Scheithauer für den Neureuter Platz geschaffen. Die große Brunnenanlage bildet einen markanten Mittelpunkt des Stadtteilzentrums und verbindet eine klare, geordnete Mitte mit frei gesetzten, roh belassenen Steinblöcken.

Vom Brunnenstock fällt und spritzt das Wasser auf die Steinblöcke, sodass die Anlage nicht nur sichtbar, sondern auch akustisch präsent ist. Das ständige Rauschen und Schäumen des Wassers belebt den Platz und macht den Brunnen zu einem auffälligen Treffpunkt im öffentlichen Raum.

Seinen Namen erhielt der Bettel-Brunnen, weil die Anlage durch Spenden aus der Neureuter Bevölkerung ermöglicht wurde. Vier Bronzeplatten verweisen auf die Ahnengemeinden Neureuts und deren Gründungsdaten: Teutschneureut, Welschneureut, Kirchfeld und Heide. Damit erinnert der Brunnen zugleich an die gewachsene Geschichte des heutigen Stadtteils Neureut.

Albkaskaden
Albkaskaden
Albkaskaden

Albkaskaden

Standort: Albweg, Beiertheim-Bulach

Entstehung: 1989

Architekt: Günter E. Hermann

Bildhauer:

Stifter:

Bedeutung/Geschichte:

Die Albkaskaden liegen zwischen der Alb und einer Wiesenfläche oberhalb des Edeltrud-Tunnels. Die Anlage wurde 1989 von dem Landschaftsarchitekten Günter E. Hermann gestaltet und verbindet Wasser, Naturstein und Landschaftsraum zu einer zurückhaltenden, aber wirkungsvollen Brunnenanlage.

Am höchsten Punkt der Anlage steht ein bearbeiteter Hauptstein mit einer großen Öffnung. Darunter befindet sich ein naturbelassener Findling. Durch diese Gegenüberstellung von bearbeitetem und unbearbeitetem Stein entsteht ein Spannungsfeld zwischen künstlerischem Eingriff und natürlicher Form.

Die Albkaskaden sind weniger ein klassischer Stadtbrunnen als eine landschaftlich eingebundene Wasserplastik. Sie nehmen Bezug auf den nahen Flusslauf der Alb und machen das Wasser als gestaltendes Element im Grünraum sichtbar. Damit gehören sie zu den Brunnenanlagen Karlsruhes, bei denen Naturraum und Kunst besonders eng miteinander verbunden sind.

Wasserspiele am Kronenplatz
Wasserspiele am Kronenplatz
Wasserspiele am Kronenplatz

Wasserspiele am Kronenplatz

Standort: Kronenplatz, Stadtmitte

Entstehung: 2002

Architekt: Atelier Dreiseitl, Überlingen; Harrer Ingenieure beteiligt

Bildhauer:

Stifter:

Bedeutung/Geschichte:

Die Wasserspiele am Kronenplatz wurden 2002 vom Atelier Dreiseitl aus Überlingen realisiert. Sie unterscheiden sich deutlich von klassischen Brunnenanlagen, weil sie als begehbares und interaktives Wasserelement im öffentlichen Raum angelegt sind.

Der flache Bereich ermöglicht es besonders Kindern, einzelne Wasserkeile zu bewegen und dadurch die Fließrichtung des Wassers zu verändern. Ein zweiter Teil besteht aus hohen Wasserwänden, die mit einem Steg verbunden sind. So entsteht eine Anlage, die nicht nur betrachtet, sondern körperlich erlebt werden kann.

Die Wasserspiele stehen nördlich des Narrenbrunnens und ergänzen den Kronenplatz um eine moderne, spielerische Wasserarchitektur. Auch wenn die Anlage zeitweise wegen technischer Defekte außer Betrieb war, bleibt sie ein wichtiges Beispiel dafür, wie Brunnenkunst im 21. Jahrhundert Aufenthaltsqualität, Stadtgestaltung und Spiel miteinander verbindet.

Hengstbrunnen
Hengstbrunnen
Hengstbrunnen

Hengstbrunnen

Standort: Hengstplatz, zwischen Karlsburg und Basler Tor, Durlach

Entstehung: 1896

Architekt: Hermann Götz

Bildhauer: Heinrich Bauser und Ludwig Kleiber

Stifter:

Bedeutung/Geschichte:

Der Hengstbrunnen steht auf dem Hengstplatz in Durlach, zwischen Karlsburg und Basler Tor. Der Platz ist damit der eindeutige Suchpunkt.

Die Anlage wurde 1896 errichtet und erinnert an Christian Hengst, den Gründer des Pompierkorps. Seitliche Becken und Putten mit Feuerwehrbezug verbinden Brunnenanlage und Feuerwehrgeschichte.

Mit seiner Lage im historischen Durlacher Umfeld gehört der Hengstbrunnen zu den charakteristischen Erinnerungsbrunnen des Stadtteils. Er ist zugleich Denkmal, Wasserstelle und lokales Geschichtszeichen.

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